CI Freiwilligentag 2015

CI engagierte sich auch 2015 in sozialen Projekten. Wie jedes Jahr haben wir wieder an einem Freitag das Büro abgeschlossen und im Rahmen unseres Freiwilligentages soziale Projekte, die von unseren Mitarbeitern ausgesucht und vorgeschlagen wurden, unterstützt. Dabei machten wir wieder die schöne Erfahrung: Hilfe ist dann am schönsten, wenn sie mit persönlichem Engagement und Einsatz verbunden ist. Das kann keine Geldspende aufwiegen.

CI Freiwilligentag 2015

Die Projekte 2015


Kalker Kindermittagstisch

Eine warme Mahlzeit zubereiten

Ein tolles Team der CI war beim  Kalker Kindermittagstisch. Der Kalker Kindermittagstisch konnte in diesem Jahr sein 6-jähriges Bestehen feiern. Elisabeth Lorscheid hat den Verein 2009 ins Leben gerufen und bekocht zwischenzeitlich mit ihrem Team von montags bis freitags ca. 120 bis 150 Kinder, die zu Hause nicht ausreichend versorgt werden. Diese Institution gewinnt für den Brennpunkt Kalk mehr und mehr an Bedeutung, weil es lange nicht mehr nur ums warme, gesunde und kostenlose Mittagessen geht. Frau Lorscheid und das Team sind Anlaufstelle für Sorgen und Nöte der Kids, und sie kümmern sich auf vielfältige Weise um das Wohlergehen der sozial Benachteiligten unserer Stadt. Den Kindern wird mit viel Herz nahe gebracht, dass es doch einen Weg raus aus der „Hartz-VI-Schleife“ gibt – ein großer Gewinn für unsere Gesellschaft. Es werden dort Kinder von 6 Monaten bis ca. 18 Jahren betreut.

Das CI Team hat an diesem Tag die Aufgaben des Teams dort übernommen. Das hieß: Es sollte gemeinsam mit den Verantwortlichen für die Kinder gekocht werden… bis zum Eintreffen der gespendeten Lebensmittel durch regionale Supermärkte war nicht klar, was es an diesem Tage zu Essen geben würde.  Als die Lieferung ankam, war klar, es wird viel geschnibbelt und verkocht. Es gab einen leckeren Eintopf für alle. Nachdem das Essen ausgegeben und alle satt waren, hat sich das CI Team mit den Kindern und Jugendlichen vor Ort beschäftigt. Der Kalker Kindermittagstisch bietet nicht nur eine warme Mahlzeit, sondern auch Freizeitbeschäftigung und Nachhilfeprogramm.

Unser Team konnte sich vor Ort einen Eindruck verschaffen, mit welcher Hingabe, Fürsorge und Kraft die Initiatoren dieser Einrichtung jeden Tag ihr Allerbestes für die Kinder geben. Dies hat bei dem einen oder anderen einen starken Eindruck hinterlassen.

Auch hier hatten wir die CI Kolleginnen/Kollegen um deren Unterstützung gebeten. Heraus kam eine wahnsinnig große Sammlung  an Spielsachen, Büchern, Spielen etc. Ganze Puppenvillen wurden herangeschafft. Die ausrangierten CI IKEA Kindertische und Stühle haben dort nun auch eine sinnvolle Bleibe gefunden.

Das CI Team wurde herzlich von Frau Lorscheid und ihrem Team empfangen und unterwiesen. Es konnten an diesem Tag Eindrücke gesammelt werden, die wir sicher nicht so schnell vergessen werden.


Diakonie Michaelshoven

Gestaltung eines Mitmach-Gartens für Demenzkranke

Ein weiteres Team der CI hat bei der Gestaltung eines Mitmach-Gartens für demenzkranke Menschen unterstützt.

Das neugebaute Seniorenzentrum Thomas-Müntzer-Haus wurde im September bezogen. Um das Haus herum wurde ein Garten angelegt, in dem sich auch orientierungslose Bewohner frei bewegen sollen. Außerdem soll dieser Garten die Bewohner zum Mitmachen animieren. Im Rahmen dieses 14-Tage Projektes der Diakonie durfte unser CI Team am Finaltag tatkräftig zeigen, wieviel gärtnerisches Geschick in jedem Einzelnen steckt. Unter fachmännischer/ fachfraulicher Anweisung  wurden Unmengen an Kieselsteine und Steinblöcke von A nach B geschafft, damit wurden Beete eingefasst und Hochbeete erstellt, gefühlte Tonnen an Mutterboden und Rindenmulch wurden auf den einzelnen Beeten und Hochbeeten verteilt. Es wurden u.a. auch ein Wasserlauf angelegt und Pflanzen gesetzt. Am Ende des Tages konnte sich ein schönes Ergebnis zeigen lassen. Das CI Team wurde von der Diakonie Michaelshoven, mit der die CI schon seit vielen Jahren tolle Projekte umsetzen darf, bestens betreut und versorgt.


Tierschutzteam Europa e.V.

Umbau eines Winterquartiers auf einem Schutzhof

Wie bereits im Jahr 2014 hat wieder ein hochmotiviertes Team der CI mit dem Tierschutzteam Europa ein super Projekt erlebt. In diesem Jahr half das CI Team Barbara Sauer und ihren Teamkollegen dabei, einen doch sehr baufälligen Ziegenstall/Scheune/Verschlag herzurichten. Es war eine große Herausforderung an das handwerkliche Geschick der lieben Kolleginnen und Kollegen der CI. Aber wie im letzten Jahr waren alle mit so viel Eifer, Kraft und Einsatzbereitschaft dabei, dass Barbara und ihr Team sowie das CI Team stolz auf sich sein können. Es war gefordert worden, den Stall äußerlich zu verkleinern, aber im Inneren musste mehr Platz geschaffen werden. D.h. es mussten Holzwände abgerissen und dafür neue gesetzt werden… u.a. war das Dach im hinteren Bereich so marode, dass auch hier dringender Handlungsbedarf bestand. Die Bilder sprechen Bände. U.a. brauchte das Tierschutzteam Europa noch begehbare Außengehege für die Kleintiere wie Kaninchen etc. Bei Bella, die sich hauptsächlich um die Tiere dort so liebevoll  kümmert, sind  alle bestens untergebracht, keine Frage. Doch nunmehr kann dies auch durch die winterfesten Außengehege und den geschlossenen Stall für die Ziegen und Gänse zusätzlich gewährleistet werden. Wie immer wurde das CI Team kräftig von Rolf und den anderen des Tierschutzteams teils angeleitet und unterstützt. Auch die Verpflegung war wieder hervorragend. Das CI Team war zufrieden und glücklich – und ziemlich erledigt – aber es wurde eine Menge geschafft! Das war das Ziel.


Laachende Hätze e.V.

Flüchtlingsunterbringen Porz-Eil herrichten

In Köln-Porz wurde bereits Ende des Jahres 2014 im alten PRAKTIKER-Baumarkt neben dem Autokino eine Flüchtlingsunterkunft eingerichtet (Fotostrecke mit Informationen in der SZ: http://sz.de/1.2270850). Hierzu wurden 64 Wohnkojen geschaffen - Zimmer mit ca. 3m hohen Wänden ohne Decken. Die Räume sind so geschnitten, dass sie trotz fehlender Türen von außen nicht einsehbar sind, sie bieten bis zu jeweils sechs Personen somit nicht nur eine Schlafgelegenheit, sondern sogar etwas Privatsphäre.

Unser Projekt, in Zusammenarbeit mit Frau Susanne Brand, Mitorganisatorin des Vereins Laachende Hätze e.V. (www.laachende-haetze.de), bestand daraus, dass wir die Außenwände der Wohnkojen frisch getüncht haben. Hierbei handelte es sich um eine Gesamtfläche von ca. 900 m². Wir sind mit 135 L weißer Farbe, unzähligen Farbrollen und einer Unmenge an Abklebeband dort angekommen. Des weiteren haben wir den Kindern im sogenannten Spielebereich, im alten „Garten Center“ des ehemaligen Baumarktes, eine Kreativ-Kreidetafel an die Wand gebracht. Jetzt haben sie die Möglichkeit, auch bei schlechtem Wetter ihrer Kreativität Raum zu geben.

Mit im Gepäck hatten wir, nach Rücksprache mit der dortigen Leitung, jede Menge Stifte, Malblöcke, Schulbedarf, Straßenkreiden, sogar ausrangierte Schulranzen, z.T. gefüllt etc.. Eben alles, was man so braucht zum Einstieg für die Schule. Viele Kollegen der CI haben bei sich zuhause geschaut oder sind einfach losgegangen und haben etwas besorgt, um es zu spenden. Dies war eine sagenhafte Erfahrung. Unser Team war stolz und glücklich darüber, dass wir Frau Rebecca Kneip eine Menge toller und nützlicher Sachen übergeben durften, die – so glauben wir – einen guten Zweck erfüllt haben werden.

Viele der Kinder in der Unterkunft - von den aktuell ca. 250 Bewohnern sind ungefähr die Hälfte z.T. weit unter 18 Jahren – halfen nach ihren Kräften mit. Die Kinder... sind eben Kinder: laut, neugierig, vorwitzig, teilweise mit erstaunlich guten Deutschkenntnissen, und nach der getanen Arbeit waren diese fast durchgehend mit weißer Kleidung versehen.

Wir wurden wie die Bewohner im Speisesaal vom Roten Kreuz mit Frühstück und Mittagessen sowie Getränken bestens versorgt – Danke hier an Frau Rebecca Kneip für die super Unterstützung vor Ort.  

Am Ende dieses fröhlichen und arbeitsreichen Tages war fast jeder Wand ihre Ursprungsfarbe zurückgegeben.

Wir haben an diesem Tag nichts von den Schicksalen der Bewohner dort erfahren, haben die Kinder nicht gefragt, von wo sie auf welchem Weg nach Köln gekommen sind, wie lange sie schon hier sind und was ihre Wünsche sind. Wir haben an diesem Tag nur ein paar Wände geweißt und keine Probleme gelöst.

Wir alle – ich denke da spreche ich für alle, die an diesem Projekt beteiligt waren - fanden diesen Tag sehr schön,  unaufgeregt aber dennoch eindrucksvoll.