Die GOTO Kopenhagen – die führende internationale Software-Entwicklerkonferenz – erstreckt sich über eine Woche, von Montag bis Freitag, wobei an den ersten beiden Tagen die Masterclasses stattfinden. Das sind intensive Workshops zu Themen rund um Softwareentwicklung und Softwarearchitektur. Ab Mittwoch startet dann die eigentliche Konferenz mit zahlreichen Talks und Präsentationen. Dies ist auch der Part an dem wir als reguläre Besucher teilgenommen haben.
Die Agenda an jedem Tag auf der GOTO war folgendermaßen gestaltet: Jeden Morgen, Mittag und Abend gab es eine große Keynote, an der alle Besucher*innen gemeinsam teilgenommen haben. Dazwischen liefen parallel vier verschiedene Tracks mit Talks zu unterschiedlichen Themen.
Das übergreifende Thema in diesem Jahr war eindeutig AI. Wir haben vor allem Sessions zu Agentic AI und MCP-Servern besucht und dabei viele neue Impulse mitgenommen, wie sich diese Tools sinnvoll in unseren Entwickler-Workflow integrieren lassen.
Highlights waren auch Talks und offene Diskussionspanels von Koryphäen wie Kent Beck, Martin Fowler und Dave Farley.
Eine besonders witzige Keynote war die vom Gründer des Sonic PI (Sam Aaron), der morgens um 9 Uhr ein spontan programmiertes Elektrokonzert gegeben hat.
Spannend war auch, wie viele neue Impulse sich aus den Sessions für unsere eigene Arbeit bei Cologne Intelligence ableiten lassen. Die neuen AI Tools erfordern auch neue Workflows und Arbeitsweisen. Da ist momentan viel im Umbruch und es war hilfreich, Vorgehen und Setupbeispiele von Leuten zu sehen, die sehr viel Zeit und Hirnschmalz in dieses Thema stecken.
Auch abseits der Inhalte hat die Konferenz überzeugt. Sie war, wie man es von der GOTO gewohnt ist, sehr gut organisiert und reibungslos durchgeführt. (Auch wenn die Akustik suboptimal war und man Störgeräusche von anderen Slots aushalten musste). Die GOTO bietet einen breiten, aber fokussierten Überblick über zentrale Trends und Technologien, ohne in technische Kleinteiligkeit abzurutschen.
Unser Fazit: Eine inspirierende Konferenz mit vielen Denkanstößen – aber wir haben auch einen Tipp: Bucht das Hotel sehr frühzeitig! Wir waren etwas spät dran und haben nur ein Hotel bekommen, was eher Hostel-Charakter hatte und ca. 20 Minuten zu Fuß entfernt von der Location war. Hier kamen uns aber die weitverbreiteten Leihfahrräder diverser Anbieter sehr gelegen.