Tollkühne Männer in ihren fliegenden Kisten

„Was sind denn das für Rennwagen in der Lounge?“, „Braucht Ihr die Holzautos für die Indoor-Navigation?“ oder auch: „Baut CI jetzt Kinderspielzeug?“ - Solche und ähnliche Fragen hört man oft, wenn Besucher zum ersten Mal bei Cologne Intelligence in der Marie-Curie-Straße sind und im Eingangsbereich fast über die bunten Sperrholzungetüme stolpern.

 

Die „Rennwagen“ sind natürlich Seifenkisten oder genauer: Das, was von einem überaus amüsanten Team-Event – neben einigen blauen Flecken – übrig blieb. Doch der Reihe nach…

Nach einem kurzen Arbeitsvormittag wurden die Kollegen der Decision Design in der Adenbachhütte inmitten der Weinberge hoch über Bad Neuenahr mit einem spritzigen Begrüßungstrunk empfangen und gleich in das Vorhaben eingeführt: Bei bestem Herbstwetter galt es zunächst, in drei Teams aus je einem Bausatz, einer dürren Anleitung und reichlich Werkzeug eine fahrtüchtige Seifenkiste zu bauen. „Fahrtüchtig“ hieß dabei insbesondere, dass das Fahrzeug in die Richtung fährt, in die der Fahrer lenkt, und dass es mittels der Bremse auch irgendwann einmal zum Stillstand kommt.

Klingt einfach, ist es aber nicht unbedingt, wenn man sonst seine Tage mit der Analyse von Logistikprozessen oder der Erstellung komplexer Datenbankladeläufe verbringt. Letztendlich bestanden aber alle drei Seifenkisten die technische Abnahme des Veranstalters. Bei der künstlerischen Gestaltung der Boliden und der abschließenden Ergebnispräsentation für die anderen Teams merkte man jedoch bereits, dass die Jungs eigentlich etwas anderes im Sinn hatten: Rennen fahren!

Die Enttäuschung, dass nur das flachste und kürzeste Bergabstück als Rennstrecke ausgewählt wurde, wich rasch einer gewissen Erleichterung, als der erste Testpilot in schlingernder und immer wilder werdender Fahrt in die Tiefe rauschte: „Oha, die rollen aber ganz gut…!“

Die Rennen selbst wurden dann als Duell ausgetragen und waren mit einer kleinen Zusatzaufgabe versehen: Jeder Fahrer musste einen mit Wasser gefüllten Becher ins Ziel befördern. Gewonnen hatte also nicht unbedingt das schnellste Team, sondern die Mannschaft, die den Messbecher im Zielraum am meisten gefüllt hatte. Diese Herausforderung war aber schnell als verzweifelter Versuch des Veranstalters entlarvt worden, dem Kräftemessen der drei Teams ein wenig die Brisanz zu nehmen: Denn bei der Koordination von Lenkrad, Bremse und Becher braucht der Fahrer entweder eine dritte Hand – oder er verzichtet eben auf’s Bremsen! Gesagt – getan…

Was dann folgte, ist nicht zu beschreiben: Das Rennen stand wiederholt kurz vor dem Abbruch. Immer wieder fanden die Fahrer einen neuen Weg, die Vorwärtsbewegung vor der Ziellinie und eher seitlich der Strecke abrupt zu beenden. Ein Baum, ein Graben - alles bremste besser als dieser ohne freie Hand sowieso schwer zu bedienende Hebel im Fahrzeuginneren. Dass der Fahrer dabei nicht selten unter seiner Seifenkiste landete oder in den Fußraum rutschte und mit den Füßen die Frontschürze durchstieß, tat der Stimmung der Zuschauer keinen Abbruch. „Keiner verletzt?“ Dann durfte gelacht werden!

Wer gewonnen hat, war nicht wirklich klar… auf jeden Fall aber die Team-Chemie der CIDD! Und die Lounge unseres Büros.